Anja Berger schreibt Thrillers, präsentierte ihr neuestes Buch hier in Lenzerheide und wohnte bei uns im Hause. Unser Kulturmacher stellte ihr ein paar Fragen.

Urs Heinz Aerni: Anja Berger, sie haben in der Gemeindebibliothek Lenzerheide aus ihrem aktuellen Roman „Spieglein, Spieglein“ gelesen. Wie war es denn?

Anja Berger: Super! Das Team der Bibliothek ist sehr unkompliziert, freundlich und humorvoll. Von dem Augenblick an, als ich die Schwelle übertrat, fühlte ich mich sehr wohl. Das Team hat sich große Mühe gegeben, eine heimelige Stimmung zu schaffen, was ihnen gelungen ist. Sie haben sich für den anschließenden Apéro persönlich in die Küche gestellt und mit dem Präsent, das sie mir am Ende der Lesung überreichten, haben sie ebenfalls ein sehr gutes Händchen bewiesen. Das Publikum erschien zahlreich und war durch und durch sympathisch. Es hat mir enorm Spaß gemacht und ich habe jede Minute in vollen Zügen genossen.

Aerni: Nun sind Sie bei uns im Hotel, konnten Sie sich gut erholen?

Berger: Wer kann das in diesem Hotel, bei dem hervorragenden Service, der liebevollen Dekoration, der spürbar guten Stimmung, auch unter dem Personal, nicht? Guckt man dann noch aus dem Fenster, sieht die verschneite Winterlandschaft bei herrlichem Sonnenschein, während man sich kulinarisch verwöhnen lässt, ist die städtische Hektik sofort vergessen.

Aerni: Haben Sie das Hamam und den Fitnessraum genutzt oder schrieben Sie lieber in der Lobby am nächsten Buch?

Berger: Da ich noch auf der Anreise die erste Korrektur des nächsten Romans „Der Menschenpräparator“, der im März 2018 erscheinen wird, beendete, gönnte ich mir eine Auszeit im Hamam. Ich habe schon viel Positives über diese Wellnessanlage gehört, da musste ich sie einfach ausprobieren!

Aerni: Was hat Sie hier im Haus am meisten inspiriert?

Berger: Die harmonische Kombination zwischen den nostalgischen und den zeitgemäßen Elementen, in denen man aber stets eine heimelige Wärme wiederfindet. Meinen Lieblingsplatz, an dem ich wohl seitenweise hätte schreiben können – wofür letztlich der Aufenthalt aber zu kurz war – fand ich gleich nach der Ankunft im Zimmer: Es war der Platz im Sessel vor der Balkontüre, durch die man einen wundervollen Ausblick auf die Berge genießen kann.

Anja Berger wurde 1983 bei Basel geboren, wo sie auch aufwuchs. Im Alter von acht Jahren verlor sie ihren Vater – ein wegweisendes Ereignis, das Anja Berger schlussendlich zum Schreiben gebracht hat und vor allem in ihren zweiten Roman mit einfloss. Anläufe zum Schreiben nahm die Schweizerin bereits in ihrer frühen Jugend. Bis aber alle Faktoren stimmten, damit aus einer Idee ein fertiger Roman wurde, vergingen noch über zehn Jahre. Mittlerweile hat Anja Berger vier Romane geschrieben und ihre schriftstellerischen Tätigkeiten mit diversen Medienauftritten und Lesungen erreichten ein breites Publikum. Aus beziehungstechnischen Gründen sitzt sie oft im Zug zwischen Basel und Winterthur und gerade dort entstehen neue Stoffe für ihre Romane.

Das aktuelle Buch „Spieglein, Spieglein“ ist bei Droemer Knaur erschienen. www.anjaberger.com

uha