Gestern Donnerstag um 18:30 Uhr erläuterte der Schach-Großmeister Noel Studer dem aufmerksamen Publikum in der Lobby, was seine Strategie des Spiels heute war, das er auch gewann. Er erklärte, dass er sich vor einem Spiel all die letzten Spiele seines Gegners im Vorfeld studiere um so die Taktik und Philosophie zu verstehen. Denn jeder Schachspieler habe eben auch seine eigene Art und Weise in seiner Kunst. Auf die Frage eines interessierten Laie, ob es auch psychologische Tricks während der Begegnung am Brett gebe, musste er lächeln und zugeben, dass dem so sei. Mimik, Körperhaltung, Räuspern oder das Aufstehen kann das Klima des Spiels mitbestimmen, auch bei den ganz Großen.

Ein Schiedsrichter bestätigte auf Anfrage, dass in der Tat es auch mal passiere, dass man eingreifen müsse. Zum Beispiel wenn zu viel geplaudert würde oder ein allzu auffällige Kopfbedeckung den Gegner irriert.

Solche Einblicke in die Welt des Schachsports werden während des Turniers jeweils ab 18 Uhr in der Hotellobby geboten. Schauen Sie einfach vorbei.

Urs Heinz Aerni, Kulturmacher Schweizerhof